Hierzulande wird man dazu erzogen nach Möglichkeit keine Schulden zu machen, denn wer keine Schulden hat, der bekommt im Zweifelsfall problemlos einen Kredit. Kurz gesagt: Je weniger Kredite man hat, desto kreditwürdiger ist man.
Ganz anders funktioniert das Finanzwesen in Amerika: Dort wird die Kreditwürdigkeit an der "Credit History" gemessen. In dieser Kredithistorie ist aufgeführt, wie viele Kredite man besessen hat oder besitzt und ob die Ratenzahlungen immer pünktlich geleistet worden sind. Je mehr ordentlich abgezahlte Kredite ein Kunde aufzuweisen hat, desto eher wird ihm ein weiterer Kredit gewährt. Wer allerdings noch nie einen Kredit aufgenommen hat, hat schlechte Chancen auf einen Kredit zu fairen Konditionen, kann er doch nicht nachweisen, dass er den Kredit regelmäßig abzahlen wird.
Mit diesem Henne-Ei-Problem befasst sich eine unterhaltsam Glosse in der TAZ: Harte Arbeit am Kreditreport.