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Endlich Schluss mit der Karten-Vielfalt in der Geldbörse?

Artikel vom: 20.04.2004

Die amerikanische Firma Chameleon Networks hat sich zum Ziel gesetzt, das Sammelsurium aus Kreditkarten, ec-Karten, Telefonkarten und Versicherungskarten auszudünnen.

Über ein kleines Gerät, genannt "Pocket Vault" werden die diversen Karten einmalig eingelesen. Aus Sicherheitsgründen wird zum Einlesen von Kreditkarten zudem eine Internetverbindung vorausgesetzt damit der Pocket Vault die Kreditkartendaten mit der ausgebenden Bank abgleichen kann.

Um die so eingelesenen Daten zur Zahlung nutzen zu können, wird eine spezielle Karte in den Pocket Vault gesteckt. Die Chameleon Card entspricht in der Größe einer herkömmlichen Kreditkarte, hat aber statt des normalen Magnetstreifens auf der Rückseite einen programmierbaren Signalwandler und auf der Vorderseite ein LCD-Display. Zudem ist die Karte für zukünftige Anwendungen mit einem RFID-Chip ausgerüstet.
Über den Pocket Vault kann die Chameleon-Karte so programmiert werden, dass sie sich an der Kasse wie eine herrkömmliche Karte verhält. Sollen Kundenkarten genutzt werden, die über einen Barcode identifiziert werden, so blendet die Chameleon-Karte den Barcode in ihrem LCD-Display ein.

Um Missbrauch vorzubeugen ist der Pocket Vault über einen Fingerabdrucksensor gesichert und schaltet sich kurz nach der Programmierung der Chameleon Card ab. Wird das Gerät entwendet ist es ohne den korrekten Fingerabdruck nicht möglich an die gespeicherten Kartendaten zu gelangen.
Eine ähnliche Funktion sichert auch die Chameleon Card selbst: 15 Minuten nach der Programmierung werden die Daten gelöscht, die Karte ist dann wieder völlig nuzlos. Zudem werden die PIN-Nummern der einzelnen Karten nicht gespeichert, diese müssen aus Sicherheitsgründen weiterhin manuell eingegeben werden.

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