Startseite Kreditkarten Neuigkeiten Kreditkarten Angebote Wissenswertes über Kreditkarten Kontakt Impressum
 

Geschichte der Kreditkarten

Artikel vom: 06.03.2004

Die Geschichte der Kreditkarten begann am Anfang des 20. Jahrhundert in Amerika als vor allem große Hotels und Ölgesellschaften begannen, Warenkarten an Ihre Kunden herauszugeben. Diese Karten dienten vor allem dazu, das Kaufverhalten der Kunden nachzuhalten und die Buchführung so zu vereinfachen.
Kurze später begannen Geschäfte damit, die Karten als Kundenbindungsinstrument zu nutzen, gaben sie aber nur an reiche Kunden heraus. Anfang der 20er Jahre kamen die Karten zum ersten Mal einer breiteren Masse zugute: Erneut waren die Ölgesellschaften Vorreiter und erlaubten es, mit den sogenannten "courtesy cards" an jeder Tankstelle zu bezahlen.
Weitere kleinere Innovationen wie Zahlungsziele oder Ratenzahlung der aufgelaufenen Beträge wurden in den darauffolgenden Jahren langsam eingeführt.

Die erste echte Kreditkarte war zuerst nur einem exklusiven kleinen Zirkel zugänglich: Die Diners Club-Karte stand ab 1950 ungefähr 200 Freunden und Bekannten der Gründer des Clubs zur Verfügung um im ganzen Land damit zu bezahlen. Innerhalb eines Jahres hatten sich 42.000 Kunden für die günstige Karte entschieden: Die Jahresmitgliedschaft kostete gerade 3 Dollar, die Rückzahlung musste monatlich erfolgen.
Der Start erwies sich aber als sehr schwierig: Die Kunden wollten die Karten nicht nutzen, solange keine annehmbare Zahl von Akzeptanzstellen vorhanden war. Von den Verkäufern wurde aber erwartet, dass sie den Diner Club-Kunden Rabatte einräumten, was diese angesichts der geringen Zahl der Diners Club-Kunden ebenfalls nicht akzeptieren wollten. Schliesslich versuchten die Hotels und Ölgesellschaften, die bisher mit eigenen Karten sehr erfolgreich waren, die Einführung einer universellen Karte zu verhindern.

Nach dem zweiten Weltkrieg zog der Markt für Kreditkarten mit dem wirtschaftlichen Aufschwung stark an. In dieser Phase erweiterte 1958 die American Express Bank ihr bisheriges Geschäft mit Reiseschecks um die bekannte American Express Card. Ebenfalls 1958 kam die Carte Blanche auf den Markt, kurz darauf folgten Angebote der Bank of America und der Chase Manhattan.
Viele der kleineren Banken scheiterten in den darauffolgenden Jahren vor allem daran, dass sie kein nationales Netz aufbauen konnten. Größeren Erfolg hatte die Bank of America mit Ihrer Bankamericard die in Lizenz von vielen kleineren Banken in den gesamten USA herausgegeben wurde. Schnell entstand auch ein konkurrierendes nationales Netzwerk mit den Namen Interbank Cards Association, welches die 1951 von der Franklin National Bank in New York eingeführte Kreditkarte vermarktete.
Spätestens als diese beiden grossen Netzwerke Bankamericard und Interbank Ende der 60er Jahre begannen Ihre Karten per Post zu versenden, wurden alle übrigen kleineren unabhängigen Kartenherausgeber gezwungen sich an eines der beiden Netzwerke anzuschliessen.

Das Intercard-Konsortium erweiterte 1968 seine Reichweite enorm durch eine Kooperation mit der Banco Nacional in Mexiko, sowie durch die Gründung einer Allianz in Europa aus der später die Eurocard entstand.

Der Markt in Europa entwickelte sich vor allem in Großbritannien. Americard versuchte seine Karte in Großbritannien durch den Auskauf der Barclays Card zu verbreiten. Die Scheu der europäischen Banken sich der Kontrolle aus Amerika zu unterwerfen gab vor allem dem Eurocard-Zusammenschluss der Intercard-Gruppe Aufschwung.

Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre entstanden durch zwei Namensänderungen die noch heute bekantesten Kreditkarten. Die Bankamericard wurde zur VISA Card, die bisherige MasterCharge Card von Interbank wurde zur Mastercard. In den nächsten Jahren gelang es vor allem American Express seine Kundenbasis auszubauen und sich somit zur erfolgreichsten Kreditkarte in ganz Amerika zu entwickeln, der First-Mover Diners Club blieb weit zurück.


Verwandte Artikel:



Google
  Web kreditkarten-infos.de

 

Impressum   Sitemap