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Patchwork-Kreditkartenantrag kein Problem

Artikel vom: 15.03.2006

Der Diebstahl von Identitäten über Viren, Trojaner etc. ist derzeit in aller Mund. Der Blogger Rob Cockerham hat jetzt bewiesen, dass man auch offline völlig problemlos an eine Kreditkarte mit falschen Daten kommt.
Tagtäglich fand er in seinem Briefkasten Werbung für Kreditkarten. Üblicherweise sind die dazugehörigen vorausgefüllten Anträge mit einem Hinweis versehen, dass man sie in kleine Stückchen zerreißen soll wenn man das Angebot nicht annimmt. Genau das tat Cockerham mit einem Antrag der renommierten Chase Manhattan Bank - und klebte die Schnippsel dann wieder zusammen. Nicht anders hätte der Antrag wohl ausgesehen, wenn er die Stückchen aus einem fremden Mülleimer geholt hätte. Um das ganze zu perfektionieren gibt er mit der Anschrift seiner Eltern auch noch eine andere als die voreingetragene Anschrift an und erbittet den Authorisierungsanruf auf eine Mobilfunknummer.
Ansich sollte so ein Antrag bei der Bank alle Alarmglocken schrillen lassen, erfüllt er doch Klischees eines geklauten und betrügerischen Kreditantrags. Tatsächlich aber wurde der Antrag ohne Rückfrage bearbeitet und die Kreditkarte wurde nach wenigen Tagen an die angegebene Lieferanschrift zugestellt.
Zwar müsste die Bank für jegliche Schäden durch eine so ergaunerte Kreditkarte aufkommen, dennoch sollte man sich Gedanken machen über die Sicherheitsstandards großer Banken. Ganz auf der sicheren Seite lebt man wohl, wenn man wie in einem schlechten Agententhriller ab jetzt jeden Kreditkartenantrag in der Spüle verbrennt.

(Quelle: cockeyed.com)

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